Hévíz


Hévíz ist eine Reise wert. Uns reicht das nicht, wir fahren 2018 zum zweiten Mal für mehrere Monate nach Hévíz, um dort als Touristenseelsorger zu arbeiten.


Auf ein zweites Mal

Mit Anfang März beginnt unser zweiter 10-Monatseinsatz in Hévíz in Ungarn. Unzählige Vorbereitungen sind zu treffen. Es gilt sogar eine Konfirmationsagende einzustecken, denn zwei Konfirmationswillige von 11 und 13 Jahre gibt es. Die Eltern, um die vierzig sind Deutsche und arbeiten vor Ort in Ungarn. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit.

Soviel ist zu denken und mit zu nehmen….

Das führte dazu, dass wir kurzentschlossen ein anderes Auto mit einem deutlich größeren Kofferraum kauften, einen Dacia Logy. Da passt jetzt hoffentlich alles rein-oder etwa auch nicht?

Es sind nicht nur die Bücher, es geht auch um so manches Liebgewordene und Praktische, eine Shampoomarke z.B.. Das klingt vielleicht ein bisschen kleinkariert, aber wie ist es bei mir und so manchen guten Deutschen eben ist: Gewohnheit ist alles. Und nebenbei bemerkt: Wir müssen ja sehr viel Gewohntes beiseitelassen.

Also, was muss außer Hundefutter noch alles gepackt werden? Wir dürfen nicht vergessen, „Grüne Erbsen“ geschält oder ungeschält mit zu nehmen. Egal ob sie von Müllers Mühle oder einem anderen Anbieter hergestellt werden. Warum das, wird sich so mancher geneigte Leser, und das zurecht, fragen? Wachsen in Ungarn keine grünen Erbsen? Doch sie werden dort angebaut und wachsen da gerne und gut. Aber bei uns in dieser Gegend Ungarns bekommt man alle möglichen Schalenfrüchte, die ich bei weitem nicht alle kenne, zu kaufen. Aber: Grüne Erbsen eben nicht. Linsen, Bohnen, Kichererbsen, gelbe Erbsen, um nur wenige zu nennen, aber grüne sind eben nicht dabei.

Zum Reformationsfest 2017 habe ich für 45 Personen Erbsensuppe nach meinem Familienrezept gekocht. Sie besteht aus getrockneten Erbsen, die einen Tag vorher eingeweicht werden und vieles mehr. Nur dies Grundprodukt war nicht zu bekommen und wir mussten es über nach Deutschland Reisende „einfliegen“ lassen. Was rechtzeitig, auch um die Einweichzeit einzuhalten, erreicht werden konnte. Wobei nicht vergessen werden darf, dass diejenigen, die die Erbsen mitbringen sollten, hilflos auf dem Handy anriefen, mit der Frage: „Geschälte oder Ungeschälte?“ Diese Erkundigung spiegelt elementare Kochideologien wider. Das Produkt aus geschälten Erbsen ist nämlich ein anderes als aus ungeschälten. Also muss man sich lange vor der Kochausführung genau damit beschäftigen, was man aus grünen Erbsen machen will und wie man sie beschaffen kann.

Im Jahr 2018 werden wir diesen Engpass vermeiden und bringen vier Pfund grüne Erbsen mit. Ein so günstiges Produkt erhält für uns enorme Wichtigkeit -denn es ist nur über die Einreise aus Deutschland zu erhalten.

Das grüne Erbsen nicht nur bei mir in der Küche, sondern auch im Märchen bei der Prinzessin auf der Erbse und in Filmen die Hauptrolle spielen können, zeigt der Film von 2004: Erbsen auf halb 6.

Was lerne ich: Es gibt nicht Unwichtiges im Leben, das Allerkleinste, wie eine Erbse, kann Essen oder Schlaf verhindern.

Und damit es keinen Ärger mit der Schleichreklame gibt, ein Bild mit grünen Erbsen von einem anderen Anbieter.


Mitbewohner ...

Das schöne Wetter lässt in der Gegend um den Balaton die Mandeln- und Aprikosenbäume blühen. Und wir lernten durch die Sonnenstrahlen unsere Mitbewohner kennen. Denn sie sind richtige Sonnenanbeter und lieben es, auf Steinen die Wärme zu genießen.

Eine Holzstufe führt von der Terrasse in den Garten und wenn man hinausgehen will, muss man aufpassen, dass man nicht einen von ihnen stört oder im schlimmsten Fall auf ihn tritt. Denn was für uns eine Stufe ist, ist für die Geckos ihre „Sonnenterrasse“.

Sie sind nicht scheu, stören sich nicht am Lärm, den wir verbreiten und unser Hündin Suri verträgt sich auch mit ihnen. Inzwischen sind sie zu den meistfotografierten Models bei uns geworden. Manchmal ist es gar nicht leicht, sie auszumachen, sie zu erkennen, da sie einmal so hellgrün wir die frischen Tulpen, einander Mal etwas dunkler, wie die Pfefferminzblätter gewandet sind. Sie zu beobachten ist eine große Bereicherung.


Gegensätzlichkeiten

Am südlichen Balaton liegt Síófok, das von Touristen im Sommer überlaufene Zentrum. Da brummt der Bär. Siófok ist der Ballermann des Balatons.

Eine Strandbude löst die nächste ab, alles für den Urlaubsbedarf kann erworben werden: Souvenirs, Badelatschen, gefüllter Baumstriezel und natürlich Alkohol in Hülle und Fülle.

Gar nicht so weit weg von der Partymeile verbirgt sich ein Kleinod. Die evangelisch-lutherische Kirche.

Diese Kirche sieht wie eine Eule aus und wurde 1990 gebaut. Da die lutherische Kirche in Ungarn die kleinste verfasste Kirche darstellt, kann man angesichts dieses Gebäudes nur stauen. Sie ist innen genauso prachtvoll wie außen.

Wenn man genau hinschaut sieht man auch, dass es sich beim Dach der Kirche um einen umgekippten Schiffsrumpf handelt und die Anmutungen einer Eule nicht beabsichtigt waren. „Das Schiff am Balaton“ wurde vom Architekten Imre Makovecz (1935-2011) entworfen. Einer der Führenden war er von denen, die sich von der sozialistischen Plattenbauweise befreit haben. Er schaffte einen neuen Baustil, beeinflusst von Rudolph Steiner, dem Anthroposophen und dem Architekten Frank Lloyd Wright, er wurde „organische Architektur „genannt. Ziel seiner Bestrebungen war es, die ungarische Volkskunst und heidnisch/religiöse Strömungen seines Landes zu verbinden. Geleitet wurde er vom Gedanken der Verwandlung, der Metamorphose. Seine sehr freiheitlich anmutende Architektur wurde zuerst bekämpft und verspottet. Allerdings repräsentierte er 1992 Ungarn auf der EXPO in Sevilla.

Diese imposante Kirche konnte nur mithilfe der finnischen Partnerkirche, die die Baumaterialen zur Verfügung stellte und vor allem finnisches Holz nach Ungarn verschiffte, gebaut werden.

Da für die Innenarchitektur, die wie gesagt genauso sehenswert ist, ein anderer Architekt zuständig war, kommt jetzt kein Bild vom Innenraum und bildet vielleicht für Ungarninteressierte einen Anreiz, sich auf die Reise u.a. zu dieser Kirche zu machen.


Ungarn und Finne - Verwandschaftliche Verhältnisse?

Über die kirchlichen Kontakte zwischen Finnland und Ungarn berichtete ich schon. Nun soll aber auch – die an sich einzigartige ungarische Sprache – mit der finnischen gemeinsame Wurzeln haben: Finnugor. Allerdings sind heutzutage weder Finnen noch Ungarn in der Lage, das Gemeinsame ihrer Sprachen zu entdecken. Denn in gewissem Sinne haben die finno-ugrischen Völker zwar eine gemeinsame Frühgeschichte, jedoch ist ihre spätere Geschichte auch sprachlich unterschiedlich verlaufen.

Trotzdem  bestehen in EstlandFinnland, der Russischen Föderation und Ungarn staatliche und halbstaatliche politische, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen, die die finno-ugrische Gemeinschaftlichkeit pflegen.

Allerdings im Alltag finden Finnen und Ungarn in der Regel nur ein ähnlich klingendes Wort: finnisch: veri und ungarisch: vér, auf Deutsch: Blut. Na, wenn das kein Hinweis auf Blutsverwandtschaft ist – Smiley!??.

Wenn ich nun den Alltag vergleiche, stechen mir nach einer Reise nach Finnland deutliche Unterschiede in den Lebensgewohnheiten ins Auge. In Finnland gibt es zu jeder Mahlzeit Fisch, vorwiegend Lachs. Die Balatonfische werden in Ungarn gegessen, aber das Fischessen ist eher etwas Außergewöhnliches.

Die Frauen in Ungarn erlebe ich sehr bemüht. Sie wollen dem männlichen Geschlecht gefallen, so erscheint es und deshalb gehören enge Kleider und auf jeden Fall Stöckelschuhe dazu. In Finnland scheinen die Mädels echt lockerer zu sein, sie kleiden sich wie sie wollen, auch modisch geschnittene Kleider – aber keine Stöckelschuhe – praktisches Schuhwerk, schicke Turnschuhe auch zu coolen Kleidern.

Es sind viele Unterschiede zwischen Ungarn und Finnen auszumachen. Dazu gehört auch die Pünktlichkeit. Denn Finnen sind äußerst pünktlich. Zu Beginn unserer Tagung in Finnland wurden wir als Deutsche darauf hingewiesen, dass bei verspätetem Beginn einer Veranstaltung der eingeladene Referent im günstigsten Fall irritiert reagiert.

Schaukel

Genug der Länderverschiedenheiten! Binnengesellschaftlich gesehen, erscheint die finnische Gesellschaft sehr freizügig und tolerant zu sein. Doch ist die lutherische Kirche in Finnland aus meinem Erleben heraus eher konservativ, z.B. müssen Männer, die das Pfarramt anstreben, ausdrücklich erklären, dass sie zu einer Zusammenarbeit mit Pfarrerinnen bereit sind. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit, und wenn diese thematisiert werden muss, deutet es daraufhin, dass die Zusammenarbeit im Pfarramt von Männer und Frauen mitnichten selbstverständlich ist.

Aber andere experimentelle Dinge sind in der finnisch-deutschen-lutherischen Kirche machbar und werden aus gewürdigt. Zum 100-jährigen Bestehen von Finnland letztes Jahr wurde in der deutschen Kirche in Finnland geschaukelt – niemand wurde verschaukelt. Das war ein ganz großer Erfolg.


Hunde….

„Auf den Hund gekommen…“, wenn man recherchiert, was dieses Sprichwort bedeutet, so werden ganz unterschiedliche Interpretationen zugelassen. Einmal ist es die Frage, ob mit Hund auch das Tier: Hund gemeint ist? Das andere Mal ist es die Frage, was der Ausspruch bedeutet, ob er einen Auf- oder Abstieg meint?. Also nichts Genaues weiß man nicht.

Wir sind vor vier Jahren auf den Hund gekommen, als wir unsere Hündin Suri aus einem polnischen Tierheim adoptierten. Seitdem ist sie unsere Lebensgefährtin und aus unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken. In Polen haben wir erlebt, dass sehr arme Familien mehrere Hunde durchfüttern, weil es eben so viele Hunde gibt.

In Gran Canaria mussten wir feststellen, dass es nicht leicht ist, Hundebesitzer zu sein: mit Hund konnten wir keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen etc..

In Ungarn nun, ist es seit geraumer Zeit verboten, Hunde in geschlossene Gaststätten mitzunehmen, gut, dass sich das ungarische Leben in den meisten Monaten im Freien abspielt.  Hunde als Kettenhunde auf dem Hof zu halten, das ist auch verboten, was aber viele nicht daran hindert, dies doch zu tun.

Hund müsste man sein oder auch nicht? Die Einstellung zu Hunden sind in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich. Aus Österreich habe ich gehört, dass es nun auch gestattet werden soll, das Herrchen oder Frauchen mit ihrem Hund einen gemeinsamen Grabplatz haben, weil das wohl der Wunsch vieler Besitzer war.

Wobei ich nun erwähnen muss, dass nicht nur die Einstellung zum Hund, sondern aus die Bestattungskultur in europäischen Ländern weit auseinanderliegen denn in Ungarn darf ich z. B. eine Urne in meinem Garten beisetzen.

Das Bild zeigt ein Selfi von Suri und Ursula Ehrnberg.


Heilige….

Heiligen sind wir zuletzt, bei unserer Tourismusseelsorge, auf der griechischen Insel Rhodos begegnet. Ihnen wird in diesen orthodoxen Gegenden viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dort sind sie allgegenwärtig in Bildern, Ikonen und an ihren Namenstagen, die intensiv gefeiert werden.

In Ungarn, einem vorwiegend katholischen Land, stößt man dann auf sie, wenn sie sich auch um Ungarn verdient gemacht haben, wie z. B. der Heilige Stephan I. (um 1000 n. Chr.). Er wird als apostelgleicher Gründer des christlichen Reiches gesehen und wird als Schutzpatron Ungarns verehrt; die Stephanskrone gilt als Heiligtum. Sein Festtag ist in Ungarn der Begräbnistag, der 20. August. Ein hoher Nationalfeiertag. Die Verehrung Stephans ist grundlegend für das ungarische Selbstverständnis.

Heilige…ein un-evangelisches Thema oder doch nicht? Luther meinte, dass wir zwar keine Heiligenverehrung betreiben sollten, aber Glaubensvorbilder gebührend ehren sollten.

Ab und an begegnet mir auf meiner Recherche im Internet das katholische Heiligenlexikon, in das ich dann auch nur zu gerne hineinschauen. Am 9. August ist der Heiligengedenktag von der Nonne, jüdischen Ursprungs, Edith Stein, die auch eine Zeitlang in der Pfalz lebte. Und siehe da, bei meiner Suche nach ihr, erfuhr ich, dass es einen Evangelischen Namenkalender gibt, der ähnlich dem Heiligenlexikon aufgebaut ist und in dem eben auch Edith Stein verzeichnet ist. Er enthält Namen und Informationen über vorreformatorische Persönlichkeiten und Personen des Protestantismus. Er wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter Federführung der Evangelischen Michaelsbruderschaft entworfen. Seit 1969 ist er vom Rat der EKD offiziell abgesegnet worden. Im Gegensatz zu seinem katholischen Gegenstück konnte sich der Evangelische Namenkalender im kirchlichen Leben nie wirklich etablieren. Das erklärt, dass ich den Namenkalender nicht kannte.

Luthers Rat, Glaubensvorbilder in das eigene Leben zu integrieren und sich ihr Leben zu Herzen zu nehmen, will ich befolgen. Ich werde am 5. August, dem Sonntag, der dem Gedächtnis der Zerstörung Jerusalems gedenkt, das Beispiel von Edith Stein als Wanderin zwischen religiösen Welten aufgreifen.  

Das Fenster in der Kuppel der Kirche symbolisiert die Präsenz Gottes, sowie die Ikonenbilder uns seiner versichern.


Arbeitskräftemangel oder was?

Der Sommer am Balaton hat nichts zu wünschen übriggelassen. Strahlender Sonnenschein, warmes Badewasser am Balatonstrand, viele Menschen und buntes Strandleben. Allerdings hat es in diesem Sommer in dieser Region deutlich mehr geregnet, als zum Beispiel in Deutschland. Die Früchte, besonders die Trauben, sind prächtig gediehen.

Nun beginnt der Herbst. Die Ernte-, Einweck- und Einkochzeit ist gekommen. So Manches ist bei der Ernte zu beachten, einige Früchte müssen sehr schnell verarbeitet werden; so auch die Trauben, die einmal Wein geben sollen. Also, wenn die Weißweintrauben geerntet werden, heißt es Beeilung, denn bis den Tag zu Ende ist, müssen sie verarbeitet im großen Stahlfass gelandet sein. Die Trauben müssen vom Stängel gerappt werden, gekeltert und ins Fass gebracht werden. Eigentlich ist das in diesem Gebiet auch kein so großes Problem, weil es bisher immer ausreichend helfende Hände der Einheimischen gab, die gegen Bezahlung, oft geringe, mitarbeiteten.

Aber in diesem Jahr ist alles anders. Ich hörte im Sommer schon, dass keinerlei Servicekräfte zu bekommen seien; obwohl für ein paar Ungarn dieser Verdienst im Urlaubsgeschäft das einzige Einkommen ist. Handwerksarbeiten, die vor dem Winter noch gemacht werden müssen, bleiben liegen, weil keiner derer, die letztes Jahr noch bei uns und anderen gearbeitet haben, bereit oder willens ist, zu kommen. Letztes Jahr versicherten sie sich noch, dass auf jeden Fall in diesem Jahr auch noch Arbeit für sie da ist, was wir ihnen zusagten.

Aber es kommt in diesem Herbst alles ganz anders. Niemand ist bereit oder hat Zeit, zu helfen. Ein für uns, den Residenten, unerklärliches Phänomen. Der Wein muss ins Fass - wie auch immer. Also trommeln wir alle und bekannten ansässigen Deutschen zusammen und ernten- „Gott sei Dank“, funktionierte das!

Ganz spannend: Jüngere Deutsche bieten nun hier in diesem Gebiet ihre Dienste an: Hausmeisterarbeiten, Betreuungs- und Gartenarbeiten. Wir vermitteln sie mit großem Erfolg. Ihre Arbeit kommt gut an: Preis- Leistungsverhältnis stimmt, wurde uns gesagt.


Mülltrennung...

Die Deutschen gelten aufgrund einer Studie, die ich gelesen habe, als Weltmeister der Mülltrennung. Auch, wenn ich die genau Quelle nicht kenne, leuchtet mir das sofort ein.

In jeder Siedlung, in jedem Supermarkt sehe ich, wie die Mülltrennung funktioniert. Jede Flasche aus Plastik wir gesucht, gefunden und zu Geld gemacht. Für manche Menschen ein kleines Zusatzeinkommen. Überall sind Container zu finden, die mir helfen, die richtige Verpackung in den richtigen Behälter zu schmeißen.

Eine Welt ohne Mülltrennung, wie sie uns manchmal z. B. in Afrika vor Augen geführt wird, erscheint für uns Deutsche unmöglich. Aber auch in Ungarn sind die Bedingungen der Mülltrennung nicht wie in Deutschland. Aber Anfänge deutlich sind sichtbar. Bisher gibt es noch kein einheitliches Plastikflaschen-Pfand-Rückgabesystem, obwohl Lidl schon Automaten bereitstellt. Bei hundert zurückgegebenen Plastikflaschen gibt es 30 Cent.

Im Interspar können Dosen per Automat so zusammengedrückt werden, dass ihr Material nutzbar wird.

So gesehen befinden wir uns, mit einem Schmunzeln gesagt, in Ungarn in einem Mülltrennungsentwicklungsland. Und wenn man die Mülltrennung zu ernst nimmt, führt dies zu Überlastung der Sammelstellen. Deutet dies etwa darauf hin, dass zu viele Deutsche im Land sind?

Wie soll es weitergehen? Das Papier, das wir zur Sammelstelle bringen, passt nicht mehr in den Container, alles quillt über.  Im Haushaltsalltag verleitet diese Erfahrung dazu, ab und an eine Dose oder eine Plastikflasche in den Allgemeinmüll zu stecken. Doch wozu führt das? Unser Mülleimer ist chronisch überlastet. Guter Rat ist teuer. Manchmal frage ich mich: Wieso wird der sortierte Müll so selten abgeholt, wo doch der Hausmüll jede Woche entsorgt wird? Eine Frage, die sich aufdrängt.

Nun, richtige Antworten gibt es wohl weder auf Deutsch noch auf Ungarisch! Aber es gibt sicher andere Interpretationsmöglichkeiten dessen, was ich sehe. Ich habe den Eindruck, die überfüllten Abfalltrennstationen werden eben doch vorwiegend von Ungarn bedient. Das heißt, die ungarischen Menschen an der Basis sind weiter als die Müllabfuhr. Und noch eins: Auch, wenn das Bild eine chaotische Müllablage zeigt, so sieht es auf jeden Fall morgen früh anders aus auf diesem Platz. Denn bedürftige Menschen, auch Zigeuner, holen sich von dieser Stelle, was sie noch brauchen können oder, was sie weiterverkaufen können.

Insofern glaube fest daran, dass der nächste Europa-Müll-trenn-Meister Ungarn ist!


Zu Gast sein...

So sagen wir, wenn wir einer Einladung, die Nachbarn oder Freunde ausgesprochen haben, folgen. In der Regel laden wir uns abwechselnd gegenseitig ein.  Die Einladungen und Bewirtungen unter den deutschen Residenten in Ungarn haben einen hohen Stellenwert. Man trifft sich, tauscht Neuigkeiten und Informationen aus, bemerkt, dass die anderen älter geworden sind, etc..

Diese Essen und der damit verbundene Austausch dient der Stabilität der Gemeinschaft derer, die sich im Ausland befinden.

Bei einem solchen Treffen kam das Thema “Gastfreundschaft” auf und die Meinung, dass die veranstalteten Geselligkeiten doch auf jeden Fall den Rang der Gastfreundschaft besäßen.   

Ich fühlte mich herausgefordert und führte aus, dass Gastfreundschaft in früheren Zeiten und in den heißen Ländern, von denen z. B. das Alte Testament spricht, eine gesellschaftliche Verpflichtung war. Anders als unsere wechselseitigen Einladungen, die dem Vergnügen dienen. Denn weite Strecken und schwierigen Bedingungen mussten zurückgelegt werden, um von Ort zu Ort zu kommen.  Manchmal war es nötig, eine Zwischenrast zu machen und dabei war man auf freundliche Familien angewiesen, die einen aufnahmen, die man selbst nicht kannte und denen man selbst fremd war.

Die Aufnahme der Reisenden erfolgte nach einem bestimmten Ablauf. Man begrüßte die Fremden freundlich, erkundigte sich nach den Beschwernissen der Reise und bot ihnen an, zu bleiben. Man ließ ihnen oder tat es selbst, die Füße reinigen, die vom Staub verdreckt waren. Dann wurde ihnen zum Ausruhen ein Platz im Schatten angeboten. Und danach wurde zu Tisch geladen, und es wurde aufgeboten, was das Haus bzw. die Speisekammer an Essen hergab.

Gasfreundschaft war überlebensnotwendig und die Familie, die sie einer anderen anbot, konnte sicher sein, dass ihr selbst, wenn sie auf Reisen war, das Gleiche zuteil wurde, auch, wenn die handelnden Personen ganz andere waren. Der Unterschied zwischen Geselligkeit und gesellschaftlicher Notwendigkeit ist sicher schwer zu verstehen, weil wir weder in der Kultur noch in der Gegend leben, in der diese Form der Gastfreundschaft lebensnotwendig war und ist.

Deshalb wird Gastfreundschaft in der Bibel angemahnt und als ein Dienst an Gott verstanden. Eine gastfreundliche Gesellschaft geht über gegenseitige Einladen hinaus.


Cello...

Cello

Du spieltest Cello
Egal, auch in Chicago
Ich war dabei, du warst dabei, wir sind dabei
Cello.

Udo Lindenberg besingt das Cello. Es muss ein besonderes Instrument sein, so erlebe ich die Liebe derer, die ich kenne und die Cello spielen. Eine Liebe, die ein Leben lang hält. Ein begnadeter Hobbycellist, der durch seine Auftritte die ganze Welt bereiste und das Herz vieler Menschen erfreute, sprach davon, dass er, der inzwischen alt geworden war, gerne mit dem Cello in der Hand sterben wolle. So stellte er sich seinen Tod vor.

Die Liebe zu einem Instrument erfasst Menschen und lässt sie nicht los. Was ist, wenn etwas dazwischenkommt, wenn ein Ereignis, ein Unfall, das Alter es versagen, dies geliebte Instrument weiter zu spielen? Was erlebt dieser Mensch? Fühlt er sich behindert, eingeschränkt, um seinen Lebenssinn betrogen?

 Ein Instrument spielen, bedeutet sich leidenschaftlich an dieses hinzugeben. Es schafft Leiden das immerwährende Üben, es schafft Hingabe und Nähe. Das Spielen  freiwillig aufzugeben, weil man einsieht, dass es nötig ist, dass man die Qualität des Spielens, die man selbst erreichen will, nicht mehr da ist, ist die eine Sache – so ganz freiwillig ist das zwar nicht, aber mit dem Verstand gesteuert, durchaus möglich. Aber was ist, wenn das Instrument zur Hand genommen wird und gar nichts mehr geht? Was dann?

Soweit ist es beim Cellospieler, den ich kenne, nicht gekommen. In seinen späten Jahren veränderte sich etwas bei dem, der mit dem Cello in der Hand sterben wollte. Er gewann eine neue Sicht für sich und sein Leben; Sein Glaube, seine Spiritualität, seine Gottesdienstbesuche wurden ihm wichtiger und wichtiger. Etwas hatte sich bei ihm, in seinem Inneren verschoben und das war für ihn eine gute Erfahrung und kein schmerzliches Erlebnis.


Zäune, die die Welt begrenzen

Wenn auch kirchliches und biblisches Wissen nicht mehr unbedingt zum Allgemeingut gehören, so gibt es Sprichworte und Bilder aus der Bibel, die in der Alltagssprache benutzt werden, ohne, dass die Herkunft bewusst ist.

Z.B. wird ab und an von Tohuwabohu gesprochen und man meint damit ein unaufgeräumtes Zimmer oder anderes. Dieser Begriff kommt aus dem Hebräischen und beschreibt das Chaos, das Gott nach der Erzählung im ersten Schöpfungsbericht vorgefunden hat, bevor er die Welt schuf.

Wenn vom Paradies gesprochen wird, verbindet man das mit der Vorstellung von einer heilen Welt, in der einem die Früchte in den Mund wachen. Auf diese Weise wurde es in der Kunst oft dargestellt. Allerdings bedeutet der Begriff Paradies lediglich, dass es sich um ein umzäuntes Gelände, einen Garten handelt. Ein Garten kann zu einem Paradies, nach der landläufigen Vorstellung, durch viel Arbeit gemacht werden.

In Ungarn wird genau zwischen umzäuntem Land, Garten oder was auch immer und nicht umzäuntem Gelände unterschieden. Unsere deutschen Nachbarn haben ein großes Grundstück, das sie in den ersten Jahren, in denen sie das Haus besaßen nicht eingezäunt hatten. Als sie eines Tages aus Deutschland zurück zum Haus in Ungarn kamen, fanden sie an ihrem Gartenteich ihren russischen Nachbarn sitzen, der in diesem sein Miniaturmotorboot ausprobierte und sich sonnte. Es ging sehr schnell und ein Zaun war da, der nun 3000 Quadratmeter einzäunte.

Ungarische Bekannte erzählten uns, dass es tatsächlich landläufige Meinung und Usus in Ungarn ist, dass ein nicht eingefriedetes Grundstück betreten werden kann, auch, wenn es erkennbar ein angelegter Garten ist, der zu einem Gebäude gehört. Das ist also ein ungeschriebenes Gesetz, das unseren Nachbarn sehr schnell kennengelernt haben.

Die Traube auf dem Bild konnte nicht geerntet werden, da sie mit dem Zaun fest verwachsen war.


Es schmeckt anders aals Zuhause

Bekannt ist, dass die ungarische Küche sehr fleischaffin ist. Vegetarier haben es in den Lokalen schwer, obwohl zumindest pro forma Fleischlose angeboten wird. Vorwiegend sind dies überbackene, gefüllten Champignons.

Kauft man Gehackte, so gibt es vorwiegend Schweinegehacktes, es schmeckt anders als in Deutschland - zumindest meinem Gaumen. Das erklärt sich dadurch, dass es eine andere Schweinerasse ist, die für das Gehackte verwendet wird.

Denn das Mangalica-Schwein,auch, Mangalitza oder Mangaliza oder Wollschwein genannt, ist eine ungarische Schweinerasse, die sich durch krause, helle Borsten auszeichnet. Das Fett vom geschlachteten Schwein schmilzt bei niedrigeren Temperaturen und soll sehr bekömmlich sein.

In vielen Restaurants gibt es Schweine- und Hühnergerichte, Rindfleischgerichte stehen nicht auf der Karte. Rindfleisch ist nicht wie in Deutschland mit Huhn-, Pute- und Schweinefleisch gleich stark vertreten. Das hier gezüchtete Graurind, das ungarische Steppenrind, eignet sich zur extensiven Weidewirtschaft, ist auf Felder zu sehen. Aber es gibt auch spezielle Weidezuchtbetreibe, die in großem Stil Angusrind züchten, und dieses Fleisch zu vermarkten suchen. Es erschließt sich mit diesem Angebot ein neuer Kundenkreis. Wenige Biohöfe beginnen mit der Lammfleischproduktion, denn in dieser Region Ungarns war es, wie man uns berichtete, nicht üblich Lammfleisch zu essen.

Viele neue Käufergruppen sollen erschlossen werden. Und es gibt sie, die Interessenten, viele Deutsche, die nun in Ungarn leben und doch gerne Lamm oder gut-abgehangenes Rindfleisch essen wollen, denn auch das wurde uns geflüstert, dass man das Fleisch nicht so lange, wie es nach unserem Verständnis nötig ist,  abhängen lassen dürfte.

Wie heißt es so schön: „Andere Länder-andere Sitten“, oder eben: „Andere Länder-andere Speisen“.

Übrigens: Wenn in Ungarn von Fisch gesprochen wird, meint es landläufig den Flussfisch - anders als in Deutschland, wenn ich da von Fisch redet, habe die meisten den Meeresfisch im Kopf.  

Auf dem Bild ist die typische Gulaschsuppe zu sehen.


Feste, feste feiern...

Familien- und Nationalfeiertag sind heilig, zumindest hier in der eher ländlichen Gegend von Ungarn. Auf diesen Anlässen wird üppig getafelt, mit den typischen Fleisch- und manchmal Fischplatten, auf denen das Fleisch und der Fisch auf allen Beilagenarten zu liegen kommt, wie ich schon berichtet habe. Die Nationalfeiertage werden natürlich mit gebührlichen örtlichen Zeremonien begleitet.

Wie stehts mit Weinfesten oder Weihnachtsmärkten? In der Weinregion Balaton/Ungarn sollte man diese wohl erwarten. Ja, wir haben sie auch erlebt. Eine kleiner Vergnügungsmarkt wird aufgebaut und man zieht mit Wagen, manchmal Pferdekutschen durch die Gegend. In größeren Orten mit Trachten- und Tanzgruppen oder Musikkapellen. Der Wein wir von den geschmückten Wagen ausgeschenkt. Auch in dieser Region muss man im Oktober die Keller leer machen.

Selbstverständlich waren diese Feste aber wohl nicht. Sie sind vermutlich von Österreich und Deutschland eingewandert, denn wenn viele für den Eigenbedarf Wein herstellen, ist es nicht nötig, dass die Fässer im Keller leer werden, sie sind bedarfsgerecht kalkuliert.

Die kleinen Vergnügungsmärkte, wir sagen Kirmes, sind an den Feierwochenenden aber jeweils am Sonntag schon verschwunden, solche Feste finden von Freitagabend bis Samstagabend statt – und nicht länger!

Auch das weihnachtliche Dauerfeiern bei Glühwein auf den unzähligen Weihnachtmärkten in Deutschland findet auf diese Weise in diesen Teilen von Ungarn nicht statt – die touristisch ausgelegten Weihnachtsmärkte in Budapest sind ausgenommen.

Als eine eher kritische Betrachterin der Weihnachtsmarktkultur in Deutschland und Weihnachtsbeleuchtungsschmuckeuphorie, muss ich feststellen, dass mir diese hier vor Ort fehlt. Es mag sein, dass der Kommerz die derzeitige Weihnachtskultur befördert, aber, es ist auch schön, wenn alles festlich und leuchtend geschmückt ist und man sich an der Zuckerwatte freuen kann, wie ein Kind, wenn man will.


Wohnen...

Wie man sich bettet, so liegt man, sagt ein Sprichwort. Wie man wohnt, so lebt man, ergänze ich diese Weisheit. Das Thema „Wohnen“ ist in Deutschland sehr unbeliebt, weil man es sich sozusagen gar nicht mehr leisten kann. Entweder hat man eine Wohnung, ein Haus in der Nähe der Stadt, in der man arbeitet oder man hat es nicht. Im zweiten Fall bedeutete es, dass man eine Stunde oder länger zur Arbeit hin und zurückfahren muss und dabei viel Sprit verbraucht. Hat man eine Wohnung in der Stadt- und Arbeitsnähe, so kann man sie wahrscheinlich nicht behalten, weil man sie nicht mehr bezahlen kann.

Eine einfache Lösung für Menschen im Ruhestand bezüglich der Wohnsituation ist in Deutschland auch nicht in Sicht. Die Renten reichen nicht aufgrund der Mietpreisforderungen. Aber im Alter aufs Land ziehen, nur weil man sich da eine Wohnung leisten kann, ist auch nicht verlockend. Denn die Stadtnähe würde Theaterbesuche ect., Museumsbesuche ermöglichen, ebenso ist die ärztliche Versorgung besser, sowie die Pflegemöglichkeiten.

Das Thema Wohnung oder Haus mieten, stellt sich in Ungarn eher nicht. Dort wohnt man im Eigentum. Laut Statistik wohnen knapp 86 % der Bevölkerung im eigenen Anwesen. In dieser Zahl ist auch Budapest eingerechnet, eine Großstadt mit vermieteten Wohnungen. Auf dem Land wird Wohnraum nicht vermietet. Es gibt lediglich Ferienwohnungen, die zeitweise zur Geldakquise vermietet werden.

Ein Gemeinderaum sollte in einem Haus angemietet werden. Das Gespräch mit dem Besitzer ergab, dass dieses schon neun Jahre leer stand und er es seit dieser Zeit versucht, zu verkaufen. Unser Angebot in diesem Haus einen Raum anzumieten, stieß beim Besitzer auf taube Ohren. Nach deutscher Sicht schlug er ein Geschäft für sich aus. Wenn man etwas herumfragt, warum Menschen sich in Bezug auf ihr Eigentum auf diese Weise verhalten, heißt es: Das ist eine andere Mentalität.

Also: Man wohnt im eigenen Haus, kauft oder verkauft Häuser….

So ist das – etwas anders als bei uns.


Besuch der deutschen Gemeinde in Budapest

Menschen besuchen ist ein christliches Anliegen. Jetzt in der Adventszeit denken wir an den Besuch, den Maria bei Elisabeth machte (Lk 1, 39-45).  Elisabeth, die völlig unverhofft auch schwanger ist, weiß sofort, wen Maria unter ihrem Herzen trägt und dessen Geburt sie erwartet: den Heiland der Welt.

Besuche eröffnen neue Perspektiven. Wir haben uns als Gemeinde vom Balaton in Budapest sehr wohl und gut bewirtet gefühlt. Mit 31 Personen und zwei Bussen waren wir gekommen. Interessant war es aus der Geschichte der deutschen Gemeinde von Pfarrer Friedrich zu hören.

Pfarrerin Babara Lötzsch, berichtete, dass es in ihrer Gemeinde zurzeit drei Konfirmanden gäbe, einen Projektchor, einen Bibelgesprächskreis und das Kirchen-Café nach dem Gottesdienst. Wir wurde durch diesen Bericht doch sehr an die Situation am Balaton erinnert, denn diese Kreise und Veranstaltungen existieren auch bei uns. Schön, dass es solche Ähnlichkeiten gibt – das verbindet. Muntere Gespräche entwickelten sich an den Tischen.

Freude gibt es über den gelingenden Gemeindeaufbau am Balaton. Ein Lektorenkreis von vier Personen unterstützt die gottesdienstliche Arbeit. Die Abkündigungen werden kompetent und lustig von einem Gemeindemitglied übernommen und einer der Konfirmanden steigt in die großen „Abkündigungsstiefen“ ein!  Mehre Interessenten gibt es für die Ausbildung zum Prädikantenamt, die im nächsten Jahr unter Leitung der Pfarrerin Dr. Heiderose Gärtner-Schultz begonnen wird. Ein kleines Team widmet sich der Ausflugsarbeit, die mit diesem Besuch sehr erfolgreich begonnen hat.  Im Frühjahr werden wir als Gemeinde unter anderem auch nach Pecs (Fünfkirchen) reisen und das Reformationsmuseum in Sopron besuchen. Unser neuer Chor probt fleißig für den ersten Auftritt am 2. Weihnachtstag. Der Bibelkreis wird von unserer Pfarrerin im Ehrenamt Karola Sanden monattlich geleitet.

Unsere Gottesdienste finden sonntags in der Kirche von Keszthely nachmittags und im Festsaal eines Hotels morgens in Hévíz statt. Der Gottesdienstbesuch ist immer sehr erfreulich. In der Zeit, in der es kaum Touristen in diese Gegend verschlägt, sind es um die 40 Besucher, in der touristischen Zeit ist die Spitze bei knapp 100 Personen. Einmal im Monat wird der Gottesdienst von verschiedene Solisten musikalisch begleitet. Diese Highlights, sei es Hari und Maria (Gitarre und Mandoline) Manfred und Uschi (E-Piano und Cello) , Rainer Ginzel (Cello) oder Eva-Susanne Glaser (Querflöte und Gesang), ziehen immer besonders viele Besucher an. 

Mit vielen, die nur ab und an in diesem Bereich Urlaub machen, sind wir per Mail, Facebook und Homepage freundschaftlich verbunden. Einige von ihnen sind, weil sie sich uns zugehörig fühlen, auch unsere Gemeindemitglieder geworden. Darauf sind wir stolz.

Sie denken an uns, wenn sie von Deutschland nach Ungarn fahren und fragen, ob wir etwas benötigen und bringen uns z.B. zur Adventszeit mehrere Original Dresdner Christstollen mit. Ich habe sie aufgeschnitten und zum Kirchencafé mitgenommen. Ein kleiner Plausch hielt mich ab, gleich zu zugreifen – und siehe- schwupp- die wupp- bekam ich kein Stückchen mehr ab.


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